Ankündigung

eines im Rahmen der AG Philosophische Frauenforschung und des Vereins für transversale Kunst und Ästhetik veranstalteten

Workshops

Am 13. und 14. Jänner 2000

Institut für Philosophie der Universität Wien

 

Liebe, Geschlecht und Sexualität in der antiken griechischen

Philosophie

ReferentInnen:

Alice PECHRIGGL (Institut für Philosophie der Universität Wien):

"Eros-Anteros: von Sokrates zu Sappho, von Sappho zu uns"

Eva-Maria ENGELEN (Institut für Philosophie der Universität Konstanz):

"Zum Begriff der Liebe bei Platon"

Maria JOÓ (Institut für Philosophie der Eotvos Lorand Universität Budapest): "Dekonstruktion des homosexuellen Eros bei Platon"

Sergius KODERA (Institut für Philosophie der Universität Wien):

"Rennaissance Rezeption des Aristophanes-Mythos bei Marsilio Ficino, Leone Ebreo und Giordano Bruno"

Nathalie ERNOULT (Centre Georges Pompidou, Paris):

"La place des femmes dans la pensée politique de Platon"

Vigdis SONGE-MØLLER (Institut für Philosophie der Universität Bergen):

"Geschlechter-Hierarchie und Metaphysik bei Aristoteles"

Anne BIELMAN und Francine VIRET-BERNAL (Institut für Archäologie und Alte Geschichte der Universität Lausanne):

"Eine Rolle, viele Tugenden. Die sophia der Frauen in den hellenistischen Inschriften"

Das Spektrum der Primärtexte und der Themen des Workshops reicht von Sappho über Platon, Aristoteles und "Philosophinnen/Dichterinnen" des hellenistischen Zeitalters zur Renaissance-Rezeption antiker Erostheorien.

Die historische Kontextualisierung ist ein zentrales Anliegen der TeilnehmerInnen. Dasselbe gilt für die Reflexion der eigenen gesellschaftlich-geschichtlichen Situiertheit sowie der Affiziertheit durch aktuelle Fragestellungen bei der Beschäftigung mit der Antike. "Usages modernes de l’Antiquité", so ein Titel von Nicole Loraux: "Moderne Umgangsweisen mit der Antike" könnte auch das Motto lauten, unter dem diese Veranstaltung steht. Ein Ansatz, der über die Hermeneutik hinauszugehen beansprucht, insofern es darin auch um die Reflexion der Gegenwart und ihrer neuen Möglichkeiten für einen anderen Blick auf die Antike, um eine andere Antike geht.

Anmeldung: alice.pechriggl@univie.ac.at

Mit freundlicher Unterstützung der Universität Wien und der MA 18