Einladung

Wiener Philosophinnen Club
mit Unterstützung der Arbeitsgruppe Philosophische Frauenforschung des
Instituts für Philosophie der Universität Wien

 

Ao. Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Nemeth (Universität Wien)

Wissenschaftsphilosophie, Demokratie und Feminismus

 

Donnerstag, 17. Jänner 2002, 18 Uhr

Institut für Philosophie, Universität Wien, NIG, Universitätsstraße 7 / 3. Stock, 1010 Wien, Hörsaal 3F

 

Die Wissenschaftsphilosophie im Allgemeinen – und erst recht die in der Tradition des Logischen Empirismus – hat lange Zeit als zutiefst unpolitische Angelegenheit gegolten. Dass diese Einschätzung für die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts falsch ist, haben viele Forschungen der letzten Jahrzehnte gezeigt. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg findet erst seit relative kurzer Zeit Aufmerksamkeit in der philosophischen Forschung. In meinem Vortrag werde ich mich mit einem Beispiel der 40er und 50er Jahre beschäftigen, nämlich mit Philipp Franks demokratiepolitischer Deutung der Wissenschaftsphilosophie. Die feministische Wissenschaftsphilosophin Helen Longino hat eine verwandte Sicht der Erkenntnis- und Wissenschaftsphilosophie entwickelt und weiter geführt.

Elisabeth Nemeth ist ao. Professorin am Institut für Philosophie der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Philosophie und Geschichte des Wiener Kreises sowie der Sozialphilosophie.