Festschreiben und Verhandeln: Projektmanagement revisited

MargaretHamilton

Vor sechs Jahren wurde hier ein Beitrag über Agiles Projektmanagement veröffentlicht. Er entstand während dem Besuch einer einschlägigen Vorlesung im Informatikstudium. Heute stellt sich das Thema neu dar. Weniger Schlagwort-orientiert. Man hat Zeit investiert, praktische Erfahrung gesammelt.

Mancherorts in den IT-Abteilungen belächelt man den “Agile”-Hype. Er wurde fast zum Schimpfwort. Bei “von oben” verordneten Prozessveränderungen ist das zu erwarten und nicht unmittelbar ein Argument gegen alternative Vorgehensweisen zur Erstellung von Artefakten wie Software.

Der Verdacht: Personen, die wenig bis keine Erfahrung im Projektmanagement hätten, fallen auf die Slogans von Coaches und Beraterinnen herein:

  • Starre Regelwerke  —  laufendes Eingehen auf Änderungswünsche
  • Fixe Rollenverteilung — Individuelle Entfaltung bei verschiedensten Aufgaben
  • Reduktionismus — Holismus

Die Gegenüberstellung dieser Phrasen helfen zumeist wenig zur Beurteilung und Verbesserung des Projektalltags. Die Zuflucht zu agilem Vorgehen ist Teil eines Dilemmas, das bei einem an mehreren Orten stattfindenden Softwareprojekt sehr deutlich wird, in dem man exakt spezifizieren muss. Die Spezifikation wird in einem Medium verständlich gemacht, das Weiteres oder Anderes offen lässt.

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petites mesquineries

drachen

 

Alain Badiou operiert, das ist im vorigen Beitrag angesprochen worden, mit der Kategorie Rechtschaffenheit. Ein Beispiel ist Jeannne d’Arc, “une héroïne sublimement chrétienne”, die er gegen Voltaires frivole Satire in Schutz nimmt. Das geschieht in einem Beitrag in “Le Monde”, in dem er die folgende Parallele zieht: “Voyez les obscénités de Voltaire à propos de Jeanne d’Arc : son La Pucelle d’Orléans est tout à fait digne de Charlie Hebdo.”

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Bildung: Dekomposition und Symphoniekonzert

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Andreas Kirchner hat sich auf meine Bemerkungen zur kritischen Analyse als Aufgabe der Philosophie bezogen und ihnen als Alternative die Entwicklung von Spielräumen gegenübergestellt:

Eine Aufgabe der Philosophie ist Begriffsklärung. Eine andere ist Erfindung – das Erkunden von Wegen und das Aufzeigen von Optionen.” [1]

Ich möchte das Verhältnis der beiden Aufgaben anhand von Überlegungen nachzeichnen, die mich im vergangenen Semester beschäftigten, ausgehend nochmals vom Begriff Bildung.

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Kein leeres Blatt

Vor 2 Wochen wurde ich auf Facebook nominiert. Eine Art virale Kampagne. Die Anleitung lautete in etwa:

  • Nimm ein leeres Blatt Papier.
  • Schreibe eines deiner Talente auf das Papier.
  • Poste in Facebook/Twitter ein Selfie, auf dem du mit dem Blatt zu sehen bist.
  • Nominiere drei Freunde.

Hier bitte, mit einer kleinen Verschiebung:

Verspielte_Ernsthaftigkeit
Kein leeres Blatt
ein gerastertes, palimpsestartiges Gebilde
eine Schicht verblasst
Neues schreibt sich in das Bestehende ein
manchmal von unserem Willen gestaltet

Im Rücken die Bücher
so zeige ich euch Text auf einem Tablet
man photographiert nicht gegen das Licht
darum bleibt der Bildschirm schwarz
Eine App modifiziert einige Pixel
und hinterlässt eine Signatur im Bild
ohne mich zu fragen

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Beyond judgement? Protestkunst Unibrennt

“Bei der Erzählung einer wohlbekannten und somit klassifizierbaren Geschichte kann ein “beiläufiges” Detail die ganze Tragweite der Geschichte verändern.” (Michel de Certeau, Kunst des Handelns, S. 174)

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Dieser Blog-Eintrag handelt von der Arbeit mit Bestehendem. Konkret von einem Artikel eines Kunstmagazins über Kunst im Zeitalter der Digitalisierung, der Unibrennt-Bewegung (Welche beim Festival für digitale Kunst Ars Electronica einen Preis bekam), und dem reichhaltigen Buch “Kunst des Handelns” von Michel de Certeau (eine Mischung aus pointierten Aussagesätzen und komprimiert-verschachtelten spekulativen Überlegungen), in dem es um die inkorporierte Intelligenz der Alltagspraxis geht.

Der Artikel ist auch ein Plädoyer fürs Ausprobieren – und fürs Ins-Spiel-Bringen von Heterogenem.

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