unbedingt Asyl

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Ein Symposium zu “FLUCHT UND ASYL. Sozialphilosopische Perspektiven” im Rahmen des FWF Projektes Sprache und Gewalt am Institut für Philosophie der Universität Wien befasste sich ausführlich mit dem Thema Asyl. Eine exponierte Position hat Jacques Derrida in Von der Gastfreundschaft vertreten. Er spricht von “absoluter und bedingungsloser Gastfreundschaft”1. Einige Teilnehmerinnen (m/w) machten sich diesen Gedanken zu eigen. Es folgt ein Versuch, diese Formulierung als sprachliche Wendung mit praktischen Auswirkungen zu analysieren.

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  1. Wie bei Derrida üblich ist diese Redeweise in ein komplexes Argumentationsverfahren eingebettet. H.W. Sneller hat es in einem Beitrag Ethische Aporien: die Paradoxe der Gastfreundschaft detailliert erörtert. Die vorliegende Notiz folgt Derridas Manövern nicht und setzt sich dem Vorwurf der unzulässigen Vereinfachung aus.
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Grenzen. Eine Bildbetrachtung

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Umstandslos sind dem Bild einige Grenzen zu entnehmen. Das Meer begrenzt das Festland, die gelb-orangen Farben gehören zur Peripherie der Europäischen Union, die in Petrol markiert ist. Innerhalb des Petrolblocks verlaufen weiße Linien – Landesgrenzen. Der schwungvolle rote Strich umgibt den Schengen Raum. Diese Demarkierungen verzeichnen politische Gegebenheiten. Sie wegzudenken heißt, auf wesentliche Informationen zur gegenwärtigen Migrationsbewegung zu verzichten.

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“… dieser ehemalige Heimwehrführer …”

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In einer Radiosendung über “Österreichs hausgemachten Faschismus” habe ich Emmerich Tálos die Frage vorgelegt, wie es denn kommen konnte, dass die 2. Republik, anders als Deutschland, von Politikern mit aufgebaut wurde, die nach seiner Nomenklatur Faschisten waren. Julius Raab z.B. war Minister im letzten Kabinett Schuschnigg.

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Wer ist Harald Schmidt?

VRHS

Der junge deutsche Youtuber Robert Michel alias Rob Vegas ist vor ein paar Jahren durch die Medienwelt gegeistert, weil er einen Pseudo-Twitteraccount von Harald Schmidt angelegt hatte (@bonito.tv), der schon nach kurzer Zeit beachtliche Follower-Zahlen erreichte. Obwohl Michel regelmäig darauf hingewiesen hatte, dass er nicht vom echten Fernsehmoderator betreut wurde, erfreute sich der Twitteraccount höchster Beliebtheit, denn es gelang dem jungen Medienschaffenden den Stil des Entertainers überzeugend zu kopieren und deswegen wollten dessen Bewunderer weiterhin ihre “tägliche Dosis Schmidt”.

Ende 2015 ist eine von Michel verfasste Biographie im Goldmann-Verlag veröffentlicht worden. Gut lesbar steht darauf oberhalb des Titels: “Ich, Harald Schmidt”, die Warnung: “Vorsicht Fälschung”. Die Tautotologie im Titel verstärkt den Effekt der Warnung noch. Die Lebensbeschreibung basiert nach Michels Aussage, aufgrund der mangelnden Mitwirkung des Beschriebenen, ausschließlich auf kompilierten Anekdoten, die Schmidt in seiner Fernsehsendung zum Besten gab und die der Jungautor seinem eigenen Gutdünken nach in Relation zueinander setzte. Die dabei entstehenden Lücken im Lebenslauf wurden interpretativ gefüllt.

Nun befindet sich Harald Schmidt in einem Alter, in dem noch zu viele Seiten in der Biographie frei bleiben müssten. Zudem ist bekannt, dass ihm sehr daran gelegen ist, sein Privatleben geheim zu halten. Überraschenderweise hat der Fernsehunterhalter allerdings keine rechtlichen oder sonstige Schritte eingeleitet. Man sollte meinen, dass es ihm unangenehm sein müsste, wenn er als Mittel benutzt wird, um einem Youtuber zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. Michel selbst verweist darauf, dass Schmidt in einem Radiointerview gesagt habe, dass er die Pseudo-Biographie begrüße, weil es zur Vernebelung seines Privatlebens beitragen würde.

Es ergeben sich hier einige Fragen. Auf drei dieser Fragen möchte ich ein wenig eingehen:

  1. Wer wird in der Pseudo-Biographie beschrieben?
  2. Wieso lassen sich Bewunderer wissentlich auf einen bekannten Identitätsklauer ein?
  3. Inwiefern dient die Biographie zur “Vernebelung” des Privatlebens von Schmidt?

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Nietzsche on the drums

Hello, this is Fritz Nietzsche.
I am back, Hades could not endure me any longer.

You kindly sent the November issue of Sublines/Sublimes “Philosophieren von unten” via mail. And it’s about me, supposedly. In particular, there was one text “The Secrecy of the Veil” that appealed to me. Let me write to you in English, a language that I am still learning. Also forgive me, my writing is rusty after such a long time. So I start amateurish.

In a nutshell

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