... wegen beschwerde über das fehlen gebloggter medientheorie. beim urheber der beschwerde finden sich das (mit winkler-erwähnung), das, das und das.
meine auffassung von "diskursökonomie" ist, glaube ich, weiter als in der ersten bezugstelle angedeutet wird. natürlich lässt die tatsache, dass medientheorie-im-alltagsdiskurs sich an punkten wie matrix, wtc, embedded war usw. auskristallisiert, mit feuilletonistischer aufmerksamkeitsökonomie erklären, und jede im positiven sinn erbsenzählerische analyse des apparats von diesem gesichtspunkt aus wäre willkommen.
mich persönlich interessiert aber mehr noch die "semantische ökonomie", die dahinter wirksam ist. die gelungene verdichtung von avancierten theoretischenn fragestellungen, die abstrakt formuliert kein schwein interessieren, in ästhetischen texten wie "matrix" und "wtc", die zugleich einfach/trivial und dann sofort unergründlich und hochkomplex sind.
beiläufig (file under "be the media"):
immer wieder irritierend: der kleine "chok", wie wir preziösen benjaminianer sagen, den der plötzliche kurzschluss von blog-identität und real-identität auslöst, und die kleine, ebenso unfaire wie erkenntnisfördernde provokation, die darin liegt, durchblicken zu lassen, dass der andere erkannt ist. ende der bloggerfreiheit, beginn der bürgerlich-akademischen verantwortung. aber natürlich nur als reflexhafter phantomschmerz, weil es die letztere ja gar nicht mehr gibt.
Posted by martin at September 29, 2004 11:28 AM | TrackBack